Korsika – die Insel der Schönheit entdecken

Wer sich die besten Sommerplätze am Meer sichern will, der sollte schon jetzt  die Reise buchen, so etwa für die französische Insel Korsika im Mittelmeer. Grandiose Landschaften mit ursprünglichen Stränden, hohen Bergen sowie vielfältiger alpiner und maritimer Sport, kulinarische Höhepunkte und historische Stätten warten dort auf Urlauber.

Maritimer und alpiner Sport auf Korsika

Im Nordwesten eignet sich der überschaubare Badeort St-Florent besonders, um die Gegend zu erkunden. Tippelt man vom am Hafen gelegenen Busbahnhof des malerischen Küstennestes St- Florent südwestlich auf der Landstraße weiter und hält sich dann an der Kreuzung rechts, so eröffnen sich gleich mehrere Campingplätze. Diese liegen dicht am Meer, und wo nachts die Grillen im Gras unter den vom Mond erleuchteten Pinien zirpen, verirren sich in der Nebensaison meist nur wenige Camper hin. Der Strand fällt flach ab, es gibt in der geschützten Bucht oft Segler und Windsurfer, und man sich kann sich entsprechende Geräte auch ausleihen. Der Ort befindet sich in der Region namens Cap Corse, wo sich die landschaftliche Vielfalt Korsikas en miniature wiederspiegelt.

Eher typisch korsische Architektur in St-Florent mit Gassen und alten Häusern. Fotos: Hans Martin Krause
Der pittoreske, überschaubare Badeort St-Florent im Nordwesten Korsikas. Fotos: Hans Martin Krause

Die Berge um St-Florent laden ein zu Fahrradtouren, so etwa hinauf zur Kirche namens San Michele de Murato auf dem Col de San Stefano. Weniger anstrengend ist die Fahrt zum archaisch anmutenden Dorf Nonza an der Küste entlang. Unweit dieser Gegend befindet sich auch die Désert des Agriates mit einem Downhill für Mountainbiker. Hier ist es mal umgekehrt: Erst geht es ewig bergab zum Strand, und dann kämpft man sich zum Teil durch ein vorübergehend versiegtes Flussbett wieder hoch zur Hauptstraße.

Auch für Wanderer und andere Sportler stellen die scheinbar ausgetrockneten  Flüsse auf Korsika im Allgemeinen eine Gefahr dar, denn diese verwandeln sich bei plötzlichem Regen sofort in reißende Fluten. Im Winter zieht es auch so manchen Skifahrer oder Snowboarder auf die Insel.

Unendliche Weiten, auf Korsika in Frankreich gibt es das noch, obwohl schon seit über 100 Jahren Touristen dort Urlaub machen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die ein oder andere „Bau-Sünde“ die Küsten säumt.

Kultur erleben in Calvi, Ajaccio und Bastia

Die Bucht von Calvi ist eine Touristenhochburg mit perfekter Urlaubsinfrastruktur. Den internationalen Flughafen fliegen zum Beispiel Maschinen aus Düsseldorf oder Paris an. Von hier zur Stadt Calvi haben es die ankommenden Urlauber nicht weit. Hoch über dem Ort wacht eine Zitadelle, die das Geburtshaus Christoph Columbus´ beherbergen soll.

Die umliegenden Bergdörfer in dieser Region namens Balagne bieten tolle Aussichten, einheimische Produkte und jede Menge Nervenkitzel für Auto- und Motorradfahrer, Wohnmobil- und Busfahrer. Denn die Straßen sind recht schmal. Rechts der Abgrund zum Meer und links die Berge, schlängelt sich zum Beispiel die Küstenstraße südlich von Calvi in Richtung Ajaccio, der größten Metropole und Hauptstadt Korsikas. In der Rue Saint-Charles befindet sich dort das Geburtshaus Napoleons I.

Von Calvi aus ist das Dorf Calenzana am Fuße des Monte Grosso leichter zu erreichen. Dort kann man die überregional bekannten Plätzchen cusgiulelle probieren und erwerben, ebenso aromatischen Honig.  Mein Blick fällt auf das für fast jedes Dorf obligatorische Kriegerdenkmal: „Calenzana trauert um seine gefallenen Kinder …“ Da schämt man sich schon manchmal für die düsteren Kapitel deutscher Geschichte. Naja, die Bewohner des Dorfes sind trotzdem nett zu Touristen.

Im Norden Korsikas hat die 60.000-Einwohner-Stadt Bastia wohl am meisten an akkumulierten Sehenswürdigkeiten zu bieten: so etwa Kirchen, den alten Hafen Terra Veccia, die Napoleonstatue am Place St-Nicolas, wo es viele Cafés gibt, eine riesige Zitadelle und ein korsisches Museum innerhalb der Zitadelle.

Wenn man im Urlaub gerne nur am Strand liegt, ist auf Korsika, zum Beispiel in Calvi mit seinem Flughafen, kein Leihwagen nötig. Anderenfalls sollte man sich frühzeitig ein Vehikel buchen, denn es ist schwierig, spontan vor Ort noch ein Leihauto zu bekommen. Ohne Flugzeug erreicht man die Insel der Schönheit auch mit dem eigenen Auto und der Fähre ab Marseille, Nizza und Toulon, oder auch von den italienischen Städten Savona, Genua und Livorno.

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